Fahrtechniken

Die Sitzhaltung:

 Die Sitzhaltung ist schon ein Teil der Fahrtechnik. Eine bequeme, aufrechte und feste Sitzhaltung ist wichtig um das Kart mit viel Gefühl und schnell um die Kurven zu fahren. Einen erfahrenen Kartpiloten erkennt man daran, dass er in jeder Kurvenlage immer aufrecht und ohne große Körperbewegungen die Kurven durchfährt. Sein Fahrstil ist unauffällig aber "zielsicher". Er fährt mit wenig Drift, der in Geschwindigkeit und damit Zeit kosten würde. Doch das verlangt viele Erfahrungen die lange erlernt werden müssen. Eine gute Übung mit großem "Erfahrungs- sammel- Potenzial" bietet der Slalomsport, bei dem es fast ausschließlich um das exakte fahren eines Karts.


Die Ideallinie:

 Die perfekte Ideallinie ist die Verbindung aus der schnellsten und kürzesten Möglichkeit die Kurve zu durchfahren. Am schnellsten ist eine Kurve zu durchfahren, wenn man sie mit möglichst wenig Lenkeinschlag also mit großem Bogen fährt. Man spricht auch davon die Kurve zur Geraden zu machen. Das heißt: Außen abbremsen, nach innen reinziehen und dann im weiten Bogen wieder rausbeschleunigen wobei man dabei den Streckenrand durch den

mitgenommenen Schwung der Kurve erreichen sollte und nicht deshalb weil man auf ihn zulenkt. Allerdings ist eine Ideallinie selten in der Praxis dieselbe wie in der Theorie (also auf Papier). Denn sie variiert stark nach Streckenverhältnissen wie Bodenwellen, Schlaglöchern, Bodenbelag, Wetter usw.

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Bei Regen ist die Ideallinie eine völlig andere, nämlich genau das Gegenteil vom trockenen: Wer bei nasser Straße auf der Ideallinie bei trockenen Zustand fährt wird schnell merken, dass diese jetzt ein einziges Schmiermittel ist. Denn wenn Gummi und Wasser aufeinander treffen wird's gefährlich. Daher ist es höchstes Gebot immer neben der Ideallinie zu fahren.

Die Kampflinie:

Die Kampflinie dient dazu alle Türen für potenzielle Überholkonkurrenten dicht zu machen. Natürlich gilt das nicht für solche die eindeutig schneller sind als

 
du selber bzw. für welche die Überrunden. Sie verläuft da, wo der Angreifer die Möglichkeit hat zu überholen. Sie muss also den Angreifer bei einem Überholmanöver dazu zwingen, dass auf die schmutzige Linie auszuweichen, wo er aber selber in Bedrängnis geraten könnte.

Der optimale Bremspunkt:

Der optimale Bremspunkt muss mit der Zeit herausgefunden werden. Die wenigsten können auf Anhieb bei einer neuen Strecke sagen, wo der optimale Bremspunkt liegt. Grundsätzlich ist es aber so, dass bis zum einlenken und auch noch ein bisschen danach gebremst wird, was übersteuernd auf das Kart auswirkt (je nach Bremseinstellung). Durch das Übersteuern wird ebenfalls Geschwindigkeit verloren und sollte daher bis zum Kurvenmittelpunkt auch wieder stabilisiert werden. Eine besondere Art des Bremsens ist das anstellen. Dabei wird die Bremslast auf alle vier Räder verteilt. Bei den vornegebremsten Karts stellt das kein alt so großes Problem mehr da bei den nur hinten gebremsten Karts wird das durch ein kurzes einlenken verursacht, die Räder stehen also quer. Bei den vorne gebremsten Karts ist es noch möglich das Kart in die kurve zu legen indem man die Bremskraft auf vorne konzentriert (sollte sowieso größtenteils der Fall sein) und man dann die Hinterachse durch einlenken in die Kurve dreht. Beide Varianten erfordern aber Erfahrung. Ein gut abgestimmtes Kart wird so gefahren, dass im ersten Drittel der Kurve gebremst und den Rest der Kurve beschleunigt wird.

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Zusammenfassung:

1.) Der Fahrer bremst und lenkt noch während des Brems-Manövers in die Kurve ein.
2.) Dadurch, dass nur an der Hinterachse gebremst wird, übersteuert der Kart und der Fahrer muss gegenlenken.
3.) Der Fahrer stabilisiert noch vor dem Scheitelpunkt durch Gasgeben und lenkt wieder zum Kurvenmittelpunkt.
4.) Kurvenausgang: je nach Abstimmung des Karts verhält er sich beim Herausbeschleunigen weitgehend neutral.
5.) Durch das In-die-Kurve-hinein-Bremsen erweist sich der Radius eingangs Kurve als größer als am Kurvenausgang.
6.) Genau umgekehrt verhält es sich im Automobilsport.

 

Kommentar von Kartinfos.de Besuchern:

"...In der Rubrik "Fahrtechniken" sollte jedoch bei der Beschreibung der Ideallinie erwähnt werden, daß sich mit 2-Takt Schaltkarts die schnellste Zeit nicht immer unbedingt mit der Ideallinie erreichen läßt. Wir fahren da bei engen Kurven recht oft eine sehr spitze und kurze Linie, weil man mit einem sehr gut übersetztem Schaltkart genauso gut aus einer Kurve rausbeschleunigen kann wenn man diese sehr spitz anfährt...."
Kartinfos.de Feedback


"...Ich würde dir gerne eine Verbesserung zu dem Bereich "Fahrertechniken" vorschlagen.
Und zwar, dass man in den Kurven mit anschließend langen Geraden viel später bremst und hinein lenkt, um die Gerade auszunutzen und damit einen höheren Speed auf der Geraden zu erreichen. (Bei den 90° Kurven kommt es darauf an wie schnell man auf die Kurven zu kommt, bei den 180° Kurven dagegen immer)..."
von Levan aus dem Forum
 
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